Unabhängig ist das, was Landwirte seit hunderten Jahren sein wollen. Ihre Waren mit eigenen Mitteln produzieren und dann absetzen. Egal ob über ein Lagerhaus oder direkt am Markt. So wie jeder andere Unternehmer.
Doch unsere moderne Struktur lässt es nicht zu. Zumindest nicht komplett. Es gibt einige Landwirte welche die Möglichkeit haben, über Direktvermarktung ihr Einkommen abzusichern oder auch ganz zu gestalten.
In der Regel geht es aber um Abhängigkeiten. Es fängt bereits damit an – dass er Landwirt seine Preise nicht selbst festgelegt – ja nicht einmal die Branche – sondern die, die damit im Handel das Geld verdienen, ihre Margen festlegen und den Landwirt schröpfen. Da haben wir das ewige Leid der Formulare – ein Muss um das Defizit, was die Struktur dem Landwirt auferlegt, zu mindestens teilweise auszugleichen. Subventionen für die sich der Landwirt gegenüber dem Rest der Bevölkerung immer rechtfertigen muss – der Bevölkerung die ja eigentlich so wenig wie möglich für ihr Essen bezahlen wollen (bei den meisten zumindest).
Also ganz kurz umschrieben worum es geht. Nun hat der Landwirt nur eine Möglichkeit – so wie jeder Unternehmer – seine Ausgaben und die Abhängigkeiten zu reduzieren. Abhängigkeiten sind der Hauptgrund für die Situation der Landwirte.
Sie sind Spielball in der Politik und dennoch niemals tatsächlich als Protagonist zu sehen. Nehmen wir Trump und die USA. Viele Landwirte fühlen sich in der letzten Zeit noch mehr unter Druck. Die unglückliche Ampelregierung hat der Landwirtschaft noch mehr zugesetzt. Der Landwirtschaftsminister, praktisch gar nicht in Erscheinung getreten. Nun fühlen sich viele Landwirte angesprochen von der Trump Manier. Endlich räumt einer auf und zeigt es denen. Ja auch in Deutschland und Europa muss etwas passieren – doch zunächst steht mal Amerika. Viele Landwirte hegen gerade eine Menge Sympathien für Trump – doch es wird sich zeigen ob das so positiv ist. Trump droht mit Zöllen – also muss die EU einwenden. Sie wird Gas und Öl aus den USA aufkaufen müssen, zu deren Preisen und landwirtschaftliche Güter. Getreide, Sojabohnen und Fleisch. Und das in rauen Mengen. Das heißt der deutsche Landwirt wird wortwörtlich das Baueropfer werden.
Können wir das was machen? Nein auf den ersten Blick nicht. Man muss sich wie üblich selbst aus dem Mist ziehen. Seine eigene Unabhängigkeit schaffen.
Eine Möglichkeit ist hierbei sein eigenes Eiweiß anzubauen und das auch selbst verwenden, bzw. Kollegen einzubeziehen, die die Fläche haben und selbst keinen Proteinbedarf. Die potentielle Fläche für Soja (bzw. Körnerleguminosen) in Deutschland sind 1 Mio. Hektar. Potential das derzeit mit Kulturen bedient wird – die dem Markt nichts bringen.
Baut man Soja an, geht man zwei Wege in die Unabhängigkeit. Einmal bleibt einiges an N im Boden zurück – das nutz und spart Geld. Hier kann man in etwa mit 40kg N pro ha rechnen. Der Boden selbst erlebt eine Recyclingkur durch die Sojabohne. Tiefe Wurzeln, Aufwertung der Mikrobiologie, Wasserhaltevermögen und natürlich die Sojabohne selbst. Regionales GMO freies Produkt das auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
Selbst wenn man die Rohbohne vom Landwirt einkauft, sie selbst thermisch behandelt (denn das ist notwendig) spart man pro Tonne Rohprotein bis zu 1.000 Euro ein. Jeder kann sich selbst ausrechnen was das für ihn bedeutet. Da sind in der Regel schnell ein paar Tausend Euro im Jahr beisammen.
Man glaubt es nicht – aber der Gewinn der in Transporte, Handelsmargen und Verarbeitung versteckt ist – sind ca. 1000 Euro pro Tonne Rohprotein.
IHR GELD!
Wie spart man das ein?
Die Lösung ist regionaler Soja. Entweder selbst oder kurze Wege über nahe Kollegen.
Soja muss aufgrund der Inhaltstoffe thermisch behandelt werden. Auch das kann man selbst machen oder mit einem Kollegen. Oder man macht es für Kollegen – dann verdient man sogar noch Geld damit.
Der Weg in die Unabhängigkeit geht über dezentrale Sojatoastanlagen. Die Investition ist mit den Methoden der Fa. agrel überschaubar. In über 40 Anlagen in Deutschland haben wir das schon gezeigt. Inzwischen können wir für alle Anforderungen Toast-Press-Anlagen bieten. Auch als Teilfinanzierung möglich.